Am nächsten Morgen fuhr ich mit meinem Fahrrad zur Schule. Dort sagte jemand: „Die Synagogen brennen.“ Ich fuhr zur Gottschedstraße und stand vor dem brennenden Gotteshaus. Ich fuhr dann durch die Stadt und sah das Kaufhaus Bamberger & Hertz am Augustusplatz brennen. Ich sah die eingeschlagenen Schaufenster der jüdischen Geschäfte in der Innenstadt, die Scherben auf den Straßen und die herausgezerrten Waren. Vor dem Eingang der Carlebachschule war das Gitter heruntergelassen. Doch die SA-Leute hatten die seitliche Toreinfahrt mit einem Beil aufgehackt und in der Turnhalle Brand gelegt.