By admin, 2 November, 2018

Stolpern über die Erinnerung

Seit April 2006 erinnern in Leipzig so genannte „Stolpersteine“ an verschiedenen Orten an ehemalige Bewohner der Stadt, die vom Nazi-Regime verfolgt und deportiert und die schließlich zu Tode gekommen waren. Über die einzelnen Biographien und Schicksale dieser Leipziger Bürger, können Sie sich hier informieren.

By admin, 2 November, 2018

Einzigartige Sammlungen und Bibliotheksbestände dokumentieren die Leipziger Schul- und Bildungsgeschichte. Unterrichtsstunden aus der Kaiserzeit und der DDR-Schule sowie Ausstellungen, Workshops und Projektangebote über Schule und Widerstand vermitteln neue Erkenntnisse. Das Schulmuseum – Werkstatt für Schulgeschichte Leipzig versteht sich nach seinem Leitbild als Museum und als aktiver Lern- und Arbeitsort.

Mit dem Carlebach-Zimmer ist der Jüdischen Schulgeschichte ein besonders gestalteter Raum gewidmet, mehrere Publikationen sind zum Thema erschienen.

By admin, 2 November, 2018

Hier hat der Bürgerverein Waldstraßenviertel e.V. seit 1997 seine Räume. Zu den Arbeitsgruppen gehört auch die 2002 gegründete AG „Jüdisches Leben im Waldstraßenviertel“, die online mit ihren Aufgaben, Mitgliedern und Veranstaltungen zu finden ist. Über die Schicksale vieler jüdischer Bürger des Waldstraßenviertels, zu deren Gedenken Stolpersteine verlegt wurden, informiert der ebenfalls dort aufzurufende digitale Rundgang: Stolpersteine im Waldstraßenviertel.

By admin, 2 November, 2018

Das Stadtgeschichtliche Museum Leipzig ist das historische Gedächtnis der Stadt. Objekte, Informationen und Kontexte des Stadtgeschehens werden gesammelt, dokumentiert, kommentiert und in Ausstellungen präsentiert. Der Sammlungshorizont erstreckt sich von der Stadtwerdung Leipzigs im frühen Mittelalter bis zur Gegenwart.

By admin, 2 November, 2018

Nun zu meiner Purim-Oper. Warum die Nazis diese Geschichte so wütend gemacht hat, dazu muss ich etwas mehr erklären. In der Purim-Geschichte, die das Buch Est[h]er aus dem Alten Testament zum Inhalt hat, geht es darum, dass der hohe Haman die Juden im gewaltigen Perserreich alle an einem Tag umbringen will. Wir, ich und meine Schulfreunde von der Carlebach-Schule, führten die Oper zum ersten Mal zum Purimfest im Jugendbund auf. Den Inhalt hatten wir humoristisch in Reime gefasst, und die Melodien waren von allen berühmten Opern und Operetten nach Bedarf „ausgeliehen“.

By admin, 2 November, 2018

Also: Ich fange mit meinen Mittelschuljahren an, diesen krisengeschüttelten Zwanziger- und Dreissigerjahren: Die drohenden Nazis, Arbeitslosigkeit, Streiks, kein Gas, keine Elektrizität, Inflation – ein Schulsack voll Geldscheine reichte von einer Stunde auf die andere nicht einmal für 100 Gramm Butter (wenn es überhaupt welche gab.) Die Linke war zerstritten. Die Sozialdemokratie und das Zentrum machten ihre Politik für sich aus Angst vor den Kommunisten und ebneten so den Weg für die Faschisten.

By admin, 2 November, 2018

Meine Großmutter Adelheid, Eure Ur-Ur-Großmutter: Sie hatte einen Stand auf den Jahrmärkten mit Boas aus allerhand Federzeug, vor allem aus Straußenfedern. Die eleganten Damen trugen das. Ihr Mann war jung gestorben, und sie musste allein die Kinder ernähren. Bei ihr wohnte Tante Rosa. Damals lebten ledige Töchter bei ihren Müttern – sie hatten ja meistens keinen Beruf. Wenn die Großmutter in Leipzig auf der "Kleinen Messe“ stand, ging ich jeden Tag nach der Schule zu ihr und durfte ihr helfen. Meistens kamen noch ein paar Freundinnen mit, und ich war mächtig stolz auf meine Großmutter.