Stadtgeschichtliches Museum Leipzig

By admin, 2 November, 2018
Body

Das Stadtgeschichtliche Museum Leipzig ist das historische Gedächtnis der Stadt. Objekte, Informationen und Kontexte des Stadtgeschehens werden gesammelt, dokumentiert, kommentiert und in Ausstellungen präsentiert. Der Sammlungshorizont erstreckt sich von der Stadtwerdung Leipzigs im frühen Mittelalter bis zur Gegenwart. 1909 auf der Grundlage der Sammlungen des Vereins für die Geschichte Leipzigs gegründet, ist das Stadtgeschichtliche Museum Leipzig heute ein Netzwerk mehrerer Museumstypen mit jeweils unterschiedlichen thematischen Schwerpunkten; in ihrer Gesamtheit bilden die insgesamt sieben Einrichtungen ein sich ergänzendes facettenreiches Bild städtischer Kulturgeschichte. Im Haus Böttchergäßchen sind Depot, Bibliothek, Fotothek, Besucherservice,Wechselausstellungsfläche, Werkstätten, das Kindermuseum sowie Direktion und Verwaltung zusammengeführt. Damit wurde in unmittelbarer Nähe zum Alten Rathaus mit der Ständigen Ausstellung zur Leipziger Stadtgeschichte eine funktionale Schatzkiste für den Sammlungsbestand mit mehr als 500.000 Objekten geschaffen. Um den Museumskern mit den Positionen „Museum“ und „Geschichtslabor“ herum liegt der Ring der dezentralen Themenmuseen. Diese thematisch unterschiedlichen Spezialmuseen Schillerhaus,Museum Zum Arabischen Coffe Baum, Alte Börse, Völkerschlachtdenkmal mit Forum 1813 und sowie das Sportmuseum präsentieren Kulturgeschichte am authentischen Ort und wirken als „museologische Antennen“ in den Stadtraum hinein.

Jüdische Geschichte

Die Bilanz von 12 Jahren nationalsozialistischer Diktatur in Leipzig war die Auslöschung des gesamten jüdischen Lebens in der Stadt. Leipzig beraubte sich damit eines seit dem 19. Jahrhundert gewachsenen wichtigen Teils seiner kulturellen und ökonomischen Identität. Das Projekt „Arisierung" in Leipzig untersuchte diesen Verlust, der auch die Gegenwart mit prägt. Die Forschungsergebnisse wurden in Form einer Wanderausstellung präsentiert. Aufgenommen in die Objektdatenbank sind seit 2017 5487 Namen der Leipziger Opfer der Shoah. Die umfangreiche Recherche dazu ist Ellen Bertram zu danken, Autorin der Bände „Menschen ohne Grabstein“ (2001 und 2011) sowie „Leipziger Opfer der Shoah“ (2015). Die Sammlung des Stadtgeschichtlichen Museums Leipzig wird kontinuierlich für künftige Ausstellungen und Forschungen erweitert und thematisch ergänzt. Besonders interessiert sind die Mitarbeiter an Informationen von Zeitzeugen, aber auch an Objekten, Fotos und Dokumenten, die dieses düstere Kapitel der Leipziger Stadtgeschichte dokumentieren. Falls Sie die Ausstellung unterstützen möchten und denken, dass Sie Material haben, das für uns interessant sein könnte, bitten wir Sie, sich direkt mit uns in Verbindung zu setzen.

s.a. Publikationen zur Jüdischen Stadtgeschichte (Auswahl) von:

Dr. Andrea Lorz

Steffen Held

Dr. iur. Hubert Lang

Bernd Lutz Lange

Kontaktangaben (öffentlich) Email
stadtmuseum@leipzig.de
Kontaktangaben (öffentlich) Telephon
Kontaktangaben (öffentlich) Adresse
Böttchergäßchen 3, 04109 Leipzig
Kontaktangaben (öffentlich) Ort
51.3418284, 12.3762828924