Shlomo Wahrman über zwei konkurrierende Rabbiner

By admin, 2 November, 2018
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R. Carlebach war immer bereit zur Versöhnung, auch mit denen, die die verleumderischsten und bösartigsten Gerüchte über ihn verbreitet hatten. Er war niemals nachtragend, noch hat er jemals irgendeine Böswilligkeit gezeigt gegenüber denen, die ihn öffentlich verleumdet hatten. Tatsächlich einigte er sich mit konkurrierenden Rabbinern und schloss sich ihnen bei der Bildung eines Bet Din (Beth Din, Rabbinatsgericht – d.R.) an. Einer seiner ursprünglichen Gegner war R. Nechemiah Nobel (Nehemia Tzvi Anton – d.R.), mit dem sich eine enge Freundschaft entwickelte. Im Sommer 1905 erarbeiteten sie eine Lösung für ihre Differenzen, als sie die Kanzel in der Brodyer Schul im Wochenwechsel übernehmen sollten. Bei einer öffentlichen Versöhnung sagten sie beide in bewegenden Worten, dass es die feierliche Pflicht eines jeden Juden sei, dem Verhalten des Kohen Gadol (resp. Großer Kohen, Hohepriester) Aaron nachzueifern, den Frieden zu lieben und sich um ihn zu bemühen.

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R. Carlebach was always prepared for reconciliation, even with those who had spread the most slanderous and malicious rumors about him. He never bore a grudge, nor did he ever display any malevolence toward those who had publicly maligned him. Indeed, he came to terms with rival rabbis and joined them in forming a Bet Din. One of his original opponents was R. Nechemiah Nobel, with whom he developed a close friendship. In the summer of I905, they worked out a solution to their differences, where they were to occupy the pulpit at the Brodyer Shul on alternate weeks. At a public reconciliation, they both stated in moving terms that it was the solemn duty of every Jew to emulate the conduct of the token Aharon, to love and to pursue peace.

Sprecher
Datum und Ort
Oktober 2017, Leipzig
Rechtestatus