By admin, 2 November, 2018

Gerta (Gertraud) Baum, geb. am 3.6.1892, heiratete 1919 in Nabburg den am 22.8.1890 in Xanten geborenen Salomon (Sally) Bruckmann, der zu dieser Zeit als Volksschul- und Religionslehrer tätig ist. Bruckmann war seit 1912 Angestellter des Talmud Thora-Vereins in Leipzig und Lehrer an der Höheren Israelitischen Schule (Carlebach-Schule) und nahm zugleich ein Studium der Naturwissenschaften (Mathematik) an der Universität Leipzig auf, dass er, nach einer Unterbrechung durch den Kriegsdienst, 1919 erfolgreich abschloss.

By admin, 2 November, 2018

Von 1914 bis 1918 ist Elias Broder im Militärdienst, er gehört dem 1. Pionierbataillon Olmütz an. Im Jahr nach Kriegsende tritt er offiziell in das Unternehmen des Vaters ein – die Firma M. Broder & Söhne wird gegründet.

Im Februar 1920 heiratet der 27-Jährige Rosa, eine 1893 in Wien geborene Exelbirt. Die Trauung durch Rabbiner Ephraim Carlebach wurde am 7.4.1920 vollzogen. Frisch vermählt, ist Elias Broder der Erste, der das elterliche Haus in der Gießerstraße 70 verlässt. Zunächst wohnt das junge Paar in der Hirzelstraße 2.

By admin, 2 November, 2018

Am 3.6.1876 wurden Otto Michael und sein Zwillingsbruder Paul Michael als die jüngsten Kinder des Kaufmanns David Michael und seiner Frau Mathilde geboren. Die Familie lebte zunächst in der Leibnizstraße 21 und Otto Michael besuchte ab 1882 die erste Bürgerschule und ab 1886 das königliche Gymnasium. 1895 begann er in Leipzig sein Medizinstudium, setzte dieses in München fort und kam dann zurück nach Leipzig, um hier seinen Abschluss zu machen. Otto Michael promovierte 1901 und war 1902 als Schiffsarzt auf der "Assuan" (Hamburg-Amerika-Linie) tätig.

By admin, 2 November, 2018

Lotte Ehrenreich war gerade vier Jahre alt, als ihre Familie 1920 aufgrund von Pogromen aus ihrem Geburtsort Dukla (Polen) floh. Mit dem Umzug nach Leipzig änderte sich ihr Leben grundlegend. Sie sprach zunächst nur Jiddisch, was ihr die Eingewöhnung erschwerte. In einem jüdischen Kindergarten lernte sie Deutsch und besuchte später die Ephraim-Carlebach-Schule.

By admin, 2 November, 2018

Geboren in Leipzig, entstammte Irit Rosenberg einer streng jüdisch-orthodoxen Familie. Ab 1933 besuchte sie die Ephraim-Carlebach-Schule, zu dieser Zeit wohnte sie mit ihren vier Geschwistern Moritz, Helene, Isi, Akiba und ihren Eltern in der Liviastraße 2. Ihr Vater Jacob Zwick besaß ein Rauchwarengeschäft am Brühl, in dem ihre Mutter Fanny Zwick mithalf. 1941 floh sie von Berlin aus in dem letzten "Mädchentransport". Über Slowenien und die Schweiz gelangte sie 1945 nach Haifa (Israel).

By admin, 2 November, 2018

1924 in Leipzig geboren, wuchs Thea Schächter mit zwei Geschwistern auf, einem größeren Bruder und einer kleinen Schwester. Ihr Vater arbeitete als Pelzimporteur, dadurch war die Familie sehr wohlhabend. Theas Schwester Hanni starb schon im Jahr 1930. Ein Jahr später kam Thea auf das Steybersche Institut, eine Privatschule, 1935 verließ sie die Schule und kam danach auf die Ephraim-Carlebach-Schule, die sie bis zu ihrer Emigration aus Leipzig 1938 besuchte.

By admin, 2 November, 2018

Rolf Isenstein (Franz Gustav Rolf Isenstein) wurde am 28.5.1930 als Sohn des Kaufmanns Paul Isenstein (Paul Heinrich Salomon Isenstein) und seiner Frau Maria Elsa Johanna Isenstein (geb. Schildbach) in Leipzig geboren. Rolf Isensteins Vater stammte aus Hannover, er war eines von vier Geschwistern und Sohn des Teppichgroßhändlers Gustav Isenstein und seiner Frau Franziska. Nach einer Ausbildung in Betriebswirtschaft arbeitete er u.a. bei der Berliner Commerz- und Privatbank und siedelte schließlich nach Leipzig über, wo er Leiter der Depositenkasse der Commerzbank wurde.

By admin, 2 November, 2018

Werner Max Leschziner wurde am 18. Mai 1911 in Beuthen als Sohn von Wilhelm und Bertha Leschziner geboren. 1929 begann er seine Ausbildung als Bankangestellter und beendete diese 1931. Bis 1936 arbeitete er als pensionsberechtigter Beamter bei der Commerzbank in Beuthen. Von 1936 bis 1937 war er - nach eignenen Angaben - als "Opfer der Rassenverfolgung" unbeschäftigt, im März 1937 bekam er eine Position bei der Handelsbank Iwria in Leipzig, im Juni 1938 übernahm er dort die Leitung. Vom 9. November 1938 bis 1. Januar 1939 war Leschziner im Konzentrationslager Buchenwald inhaftiert.

By admin, 2 November, 2018

Manfred Löbl, geboren in Leipzig, verbrachte seine Kindheit in Schleußig, die Familie wohnte während seiner ersten drei Lebensjahre in der Seumestraße (heute Holbeinstraße). Sein Vater, Dr. Emmo Löbl, besaß in derselben Straße eine Rauchwarenfärberei. Die Familie zog später in die Kaiser-Wilhelm-Straße 16 (heute August-Bebel-Straße, das Haus existiert nicht mehr). Mit 17 begann Manfred Löbl ein Studium an der Staatsgewerbeschule in Brünn (heute Brno), später emigrierte er mit einem Studenten-Visum nach Palästina.