By admin, 2 November, 2018

"Ich habe nie aufgehört, dich zu lieben. Ich bin dir treu, wie am ersten Tag." So lautete der Konfirmationsspruch aus dem Buch des Propheten Jeremia 31,3 der jungen Gertraud Ilse Gattermeyer, die am 21. April 1928 in München geboren wurde. „Traudl“ zog mit ihrem Vater Hermann, einem Bankdirektor, und ihrer jüdischen Mutter Lilly im Jahr 1937 nach Leipzig. Hermann Gattermeyer übernahm die Leitung der Commerzbank-Filiale Tröndlinring 3.

By admin, 2 November, 2018

Überblick über das Leben und Werk Ephraim Carlebachs

Ephraim Carlebach wurde am 12. März 1879 in Lübeck geboren. Hier besuchte er zusammen mit Thomas Mann das Katharineum. Er studierte Geschichte und Pädagogik in Zürich, Basel, Würzburg und Berlin. Während seiner Zeit in Berlin war er Religionsführer der Adass-Jisroel-Gemeinde. 1900 promovierte er in Berlin und legte ein Jahr später das Rabbinerexamen ab.

By admin, 2 November, 2018

Shlomo Wahrman, geboren am 1.8.1926 als Salomon Schapira, wuchs in Leipzig, seiner Geburtsstadt, auf. Er war elf Jahre alt, als er 1939 mit seinen aus Polen stammenden Eltern und seinen Geschwistern nach den USA emigrieren konnte.

In seinem Buch „Lest We Forget“ beschreibt er, wie er Leipzig in der Zeit von 1933 bis 1939 erlebt hat.

By admin, 2 November, 2018

Die ersten Jahre nach ihrer Geburt im November 1925 verbrachte Thea Hurst (geb. Gersten) in der Thomasiusstraße 13, 1933 zog die Familie in die Nummer 23. Die Eltern Chaim Lazar und Rosa Gersten besaßen ein Pelzgeschäft in der Innenstadt – 1934 zogen sie von der Reichsstraße 24 zum Brühl 34-40. Von 1931 an besuchte Thea Gersten die Höhere Israelitische Schule – ihr erster Lehrer war Felix Carlebach, der Neffe des Schulgründers Ephraim Carlebach.

By admin, 2 November, 2018

Im Leipziger Adressbuch von 1932 findet sich ein Eintrag zur Familie unter dem Namen des Vaters, Wolf Gindsberg, der als "Direktor" tätig war und seinen Wohnsitz in der Poniatowskistraße 2 hatte (per 1.1.1934 wurde die Straße der Gottschedstraße angegliedert, Gindsbergs Adresse war deshalb ab 1934 Gottschedstraße 30).

Die Familie besuche in der Regel die Ohel-Jacob-Synagoge, an höheren Feiertagen die Ez-Chaim-Synagoge.

By admin, 2 November, 2018

Hans Cerf ist nach seiner Ausbildung in Magdeburg, Leipzig und Milano zunächst Geschäftsführer bei Grenitzer und macht sich 1929, knapp 23-jährig, selbständig. Seine Firma nennt er Hans Cerf – Rauchwaren und Kommission. 1935 wird er verhaftet und in das Konzentrationslager Sachsenburg überführt. In seinen Memoiren "By Leaps and Bounds", schildert er u.a. wie er dort erpresst wurde, die Autorenrechte an dem von ihm geschriebenen Kinderbuch abzutreten.

By admin, 2 November, 2018

Am 17.3.1924 in Leipzig als zweites Kind von Richard und Rosia Schauer geboren und wohnhaft in der Straße des 18. Oktober 17, besuchte Hannelore Schauer zunächst die Dr. Smitt'sche Töchterschule, später die Goetheschule und ab Ostern 1938 für kurze Zeit die Carlebach-Schule.

By admin, 2 November, 2018

Bernhard Radzik war Schüler der Carlebach-Schule und hielt auf der Abschlussfeier am 18. März 1934 eine Rede und dankte darin u.a. allen Lehrerinnen für die "zionistische national-jüdische Erziehung" - eine Formulierung, für die Schulleiter Ephraim Carlebach vom Schulamt letztlich verwarnt wurde, da christliche Lehrer provoziert würden.


By admin, 2 November, 2018

Oscar (Osias) Findling wurde am 8.10.1922 in Leipzig geboren, die Familie wohnte in der Lessingstraße, und besuchte den Jüdischen Kindergarten in der Leibnizstraße. 1931 ist die Adresse der Findlings mit Frankfurter Str. 24 (bis 1951 Jahnallee zwischen Leibnizstraße und Waldplatz) angegeben, der Vater Berl Findling wird im Jüdischen Adressbuch des Jahres als "Reisender" geführt. Berl Findling besaß ein Geschäft in der Plauenschen Straße (ehemalige Anliegerstraße, die Brühl und Richard-Wagner-Straße verband).