By admin, 2 November, 2018

Ard Feder wurde im April 1924 als Sohn von Mindla und Abraham Feder in Leipzig geboren. Der Vater, der von Ard Feder als "kleinbürgerlich" beschrieben wird, stammte aus Żelechów (vermutlich Żelechów Wielki, Ukraine), seine Mutter aus Warschau. Die Familie – Ard hatte noch zwei Brüder Issy und John – wohnte in der Großen Fleischergasse 28 im 1. Stock, der Vater betrieb einen kleinen Textilhandel.

By admin, 2 November, 2018

Felix Carlebach, Neffe des Leipziger Rabbiners und Schulleiters Ephraim Carlebach, wurde in Lübeck geboren und lebte dort bis 1929. Dort legte er auch sein Abitur am Katharineum ab, um dann in Köln ein Studium der Musik und am jüdischen Lehrerseminar eines der Theologie zu beginnen. 1934 zog Felix Carlebach nach Leipzig, arbeitete hier als Musiklehrer an der Höheren Israelitischen Schule und wurde dort schließlich stellvertretender Direktor. Nachdem 1935 sein Onkel Ephraim emigrierte, übernahm Felix die Leitung der Schule.

By admin, 2 November, 2018

Regina Zimet wurde am 26.11.1931 als Tochter von Fiskel (Fischel) und Rosalie Zimet (Zimmet) in Leipzig geboren. Die Familie bewohnte eine große Wohnung in der Nürnberger Straße 27, der Vater betrieb ein Geschäft für Brautausstattungen. Die Zimets begingen die jüdischen Feiertage, an großen Feiertagen wie Chanukka und Weihnachten übte man sich im Kompromiss. Regina Zimet wurde an einer deutschen Schule eingeschult, musste aber 1939 an die Carlebach-Schule wechseln. Die Zimets emigrierten, im Juli 1939 erreichten sie Italien.

By admin, 2 November, 2018

Judith Kashti-Kroch wurde 1924 als drittes von insgesamt vier Kindern der Eheleute Fritz Jehoschua Kroch und Leonore Kroch geboren. Fritz Kroch hatte das väterliche Geschäft übernommen und war u.a. Direktor der Kühltransit A.G. 1920 hatte er Leonore Amalie Frank, die Tochter des Kantors Rafael Frank, geheiratet.

By admin, 2 November, 2018

Simson Jakob Kreutners Eltern, Israel (geb. 10.3.1878) und Fanny Finkel Kreutner, stammten aus Polen und waren seit etwa 1909 in Leipzig. Sie lebten hier auch unter dem Namen Ehrlich. Israel Kreutner verkaufte in den 30er Jahren koschere Milch unter Aufsicht des orthodoxen Gemeinderabbinats. Israel und Fanny Kreutner hatten sieben Kinder.

By admin, 2 November, 2018

Joachim Kalters Familie wohnte in den 1930er Jahren in der Hallischen Str. 19 (heute Georg-Schumann-Str.; vermutlich zwischen Bleichert- und Böhmestr.). Am 28.10.1938 wurden die Kalters im Zuge der sogenannten "Polenaktion" aus Deutschland ausgewiesen und nach Polen abgeschoben. Joachim Kalter war zu diesem Zeitpunkt 15 Jahre alt.

By admin, 2 November, 2018

Abraham Landsberg, geb. am 20.12.1893 in Piotrkow Trybunalski (Petrikau), Russ.-Polen, der Vater von Sarah Holzer, kam 1914 nach Leipzig. Die Mutter Golda Landsberg, am 22.02.1889 geborene Berger, stammte ursprünglich aus Chęciny, Russ.-Polen. Sarah Holzer wurde am 17.01.1925 als jüngstes von vier Kindern in Leipzig geboren. Der Vater war Vertreter und Fellhändler und hatte in den 1930er Jahren ein Geschäft für Wollwaren im Goldhahngäßchen 12 (heute Nikolaistraße 31).

By admin, 2 November, 2018

Esther Goshen-Gottsteins Großeltern stammten aus Miedzyrzec Podlanski, Mesritz, in Russland/Polen. Ihr Großvater Israel Leib Hepner gründete 1896 in Leipzig eine Rauchwarengroßhandlung, die nach seinem Tod 1927 auf seine Söhne überging. Ihr Vater Max Gedalja Hepner, geboren 1898 in Leipzig, heiratete Margot Lina, eine 1904 geborene Silberstein. Außer der Tochter Esther hatte das Ehepaar Hepner zwei Söhne - Leo wurde 1930 geboren, Gerd Walter 1938. Durch die polnische Staatsangehörigkeit des Vaters war die Familie Hepner von der "Polenaktion" betroffen*.

By admin, 2 November, 2018

Dr. jur. Martin Alterthum war von 1925 bis 1934 Vorstandsmitglied der jüdischen Gemeinde und der Zionistischen Vereinigung Deutschland in Dessau. Bis zu einem Berufsverbot 1933 war er Direktor des Landgerichtes Dessau.