Feder, Ard Simon

By admin, 2 November, 2018
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Ard Feder wurde im April 1924 als Sohn von Mindla und Abraham Feder in Leipzig geboren. Der Vater, der von Ard Feder als "kleinbürgerlich" beschrieben wird, stammte aus Żelechów (vermutlich Żelechów Wielki, Ukraine), seine Mutter aus Warschau. Die Familie – Ard hatte noch zwei Brüder Issy und John – wohnte in der Großen Fleischergasse 28 im 1. Stock, der Vater betrieb einen kleinen Textilhandel.

1930 wurde Ard Feder in der 1. Volksschule in der Pestalozzistraße 4 eingeschult, später ging er auf die Höhere Israelitische Schule (Carlebach-Schule). Sein jüdischer Spitzname zu dieser Zeit war Simcha (שִׂמְחָה, Freude). Die Familie legte Wert auf das Feiern jüdischer Feste, Vater und Söhne gingen freitags und samstags in die Ez-Chaim-Synagoge, und Ard war überzeugtes Mitglied im Zionistischen Jugendbund. Zweimal wöchentlich besuchte er die Thora-Schule in der Färberstraße und er wurde in den Synagogenchor aufgenommen, was den Wechsel zur Carlebach-Schule bedingte, denn am Samstag, dem Probentag des Chors, war dort kein Schultag.

geboren
25.4.1924
Ort geboren
Leipzig
Body (English)

Ard Feder was born in April 1924 in Leipzig as the son of Mindla Feder and Abraham Feder. His father, described by Ard Feder as "bourgeois", came from Żelechów (probably Żelechów Wielki, Ukraine), his mother from Warsaw. The family – Ard had two brothers, Issy and John, – lived on Große Fleischergasse 28 on the first floor, the father ran a small textile shop.

In 1930 Ard Feder was sent to the 1. elementary school on Pestalozzistraße 4, later he went to the Höhere Israelitische Schule (Carlebach School). His Jewish nickname at that time was Simcha (שִׂמְחָה, Joy). The family attached great importance to the celebration of Jewish feasts, the father and his sons went to the Ez Chaim Synagogue on Fridays and Saturdays, and Ard was a committed member of the Zionist youth movement. Twice a week he attended the Torah School on Färberstraße and he was accepted into the synagogue choir, which meant that he had to change to the Carlebach School because on Saturday, the choir's rehearsal day, there was no school day there.

Lebensstationen

Berlin (bis Juli 1938), Palästina / Juli 1938

Vor der Ausreise nach Palästina verbrachte Ard Feder zwei Monate in einem jüdischen Waisenhaus in Berlin, zur Vorbereitung. Dort lernte er u.a. Handarbeit und Hebräisch. Seine Mutter und sein Bruder wurden 1938 nach Polen deportiert, Mindla Feder starb später im Warschauer Ghetto. Der Vater konnte während der sogenannten "Polenaktion" in das polnische Konsulat flüchten, starb aber noch im gleichen Jahr, am 21.11., in Leipzig.

Verwandschaft
Vater: Abraham Feder
Mutter : Mindla Feder geb. Braun
Bruder: John Feder
Bruder: Issy Feder