Rolf Kralovitz und seine drei Jahre ältere Schwester verbrachten ihre Kindheit und Jugend im Waldstraßenviertel, die Familie lebte ab 1927 in der Fregestraße 22. Wegen seiner jüdischen Abstammung war Kralovitz 1935 gezwungen, von der 40.Volksschule an die Höhere Israelitische Schule (Ephraim-Carlebach-Schule) zu wechseln. Im selben Jahr ging sein Vater, der ungarische Kaufmann Max Kralovitz, zurück in seine Heimat. Er baute dort eine neue Existenz auf, es gelang ihm aber nicht, Frau und Kinder nachzuholen.