Freigabe

By enterhistory, 21 June, 2026

Am Abend kamen wir in eine Baracke mit Betten und am nächsten Tag ging es so weiter und weiter. Ab und zu, ein- oder zweimal am Tag irgendwo duschen und kontrolliert werden, bis man mich in irgendeine Krankenbaracke brachte. Die Nacht vorher hörte ich dort Autos an- und abfahren.

Als ich da hineinkam, traf ich Frau Dr. Frankenthal dort. Sie sagte, dass in der Nacht die Frauen für die Gaskammern geholt wurden. Dort bekam ich irgendeine Salbe für die Wunden und nach drei Tagen wurde ich in eine angrenzende Baracke gebracht, wo ich Bekannte aus Holland traf.

By enterhistory, 20 June, 2026

Heinz Adolf Sprung wurde am 30.10.1920 in Leipzig-Möckern geboren. Sein Vater Markus, geb. am 1886 in Brody, kam 1907 aus Galizien nach Leipzig. Am 30. Dezember 1919 heirateten seine Eltern Markus und die 1893 in Grybow (Galizien) geborene Cläre Sprung. Heinz war der Älteste von drei Geschwistern. Die jüdische Familie wohnte in der Berggartenstr. 12 in Gohlis. Markus Sprung betrieb mit seinen fünf Brüdern („Gebrüder Sprung“) eine kleine Handelsfirma für Herren-, Sport- und Berufsbekleidung mit Geschäften in der Gerberstraße, Eisenbahnstraße und Karl-Heine Str.

By enterhistory, 20 June, 2026

Gerda Gottschalk war das jüngste von fünf Geschwistern – sie hatte einen Bruder, Hermann Gerson, und drei Schwestern, Gabriele, Erika und Helga. Die Eltern zogen im April 1910  nach Leipzig in die Weinligstr. 11 in Gohlis, da der Vater der Familie hier als Rechtsanwalt am Amts- und Landgericht arbeitete. Dieser, Justizrat Dr. jur. Hermann Salomon Gottschalk (geb. 29.10.1867, Gröbzig), heiratete kurz zuvor die Lehrerin Gertrud Richter (14.3.1881, Rostock) in Steglitz (Berlin). 

By enterhistory, 20 June, 2026

Ursula Breslauer, später Chanieta Moses, wurde am 16. Februar 1928 in Leipzig als Tochter des Fotografen Rudolf Breslauer und seiner Frau Bella Breslauer, geb. Weissmann (Weihsmann/Weißmann), geboren. 

By enterhistory, 27 January, 2026

Am 9. November 1938 wurden mein Mann und ich früh gegen 6 Uhr geweckt. Es kamen zwei Männer, die sich als Nazibeamte auswiesen und sagten, sie wären beauftragt, uns zu einem Verhör abzuholen. Sie zeigten ihre Revolver und ließen uns nur kurz Zeit, um uns anzuziehen, etwas sagen konnten wir nicht. Mein Mann zeigte ihnen ein Schreiben von der Dresdner Bank wegen eines großen Kompensationsgeschäftes, weswegen er um 10 Uhr zu einer Sitzung auf der Dresdner Bank sein sollte, aber das Schreiben bewirkte nichts.