Am 9. November 1938 wurden mein Mann und ich früh gegen 6 Uhr geweckt. Es kamen zwei Männer, die sich als Nazibeamte auswiesen und sagten, sie wären beauftragt, uns zu einem Verhör abzuholen. Sie zeigten ihre Revolver und ließen uns nur kurz Zeit, um uns anzuziehen, etwas sagen konnten wir nicht. Mein Mann zeigte ihnen ein Schreiben von der Dresdner Bank wegen eines großen Kompensationsgeschäftes, weswegen er um 10 Uhr zu einer Sitzung auf der Dresdner Bank sein sollte, aber das Schreiben bewirkte nichts.