By enterhistory, 21 June, 2026

Ich habe tausend Schikanen durch die Nazibehörden gehabt, solange ich in Leipzig war.

Im März verschwanden  auf dem Steueramt plötzlich meine Papiere, die vom Geschäft wegen der Zahlungen von Reichsfluchtsteuern eingereicht worden waren. Es war nichts zu machen und erst nach ungefähr zehn Wochen kamen diese wieder zum Vorschein.

By enterhistory, 21 June, 2026

Im Januar 1939 war sehr strenges Winterwetter mit Eis und Schnee in Leipzig. Wie ich Ende Januar von einer Freundin kommend nach Hause ging, stürzte ich über einen gefrorenen Schneeklumpen, fiel hin und konnte nicht aufstehen, weil ich mir meinen linken Arm ausgekugelt hatte. Schließlich gelang es meiner Freundin, mich aufzurichten, jedoch blieb mein Arm in waagerechter Linie von mir und ich hatte die größten Schmerzen. Wir fanden einen Autofahrer, der mich zum nächsten Krankenhaus, dem katholischen Elisabeth-Krankenhaus, brachte.

By enterhistory, 21 June, 2026

Als die Stern-Kontrolle der Gestapo-Leute in unserer Wohnung stattfand, wurden Helga und ich aufgeschrieben. Wir hatten keine Sterne an unseren Kleidern, da wir Mischlinge nach dem Gesetz waren. Zwei Tage später erhielten wir telefonisch auf unseren Arbeitsplätzen die Aufforderung, am selben Nachmittag in das Quartier der geheimen Staatspolizei, Hindenburgstraße, zu kommen. Helga eine Stunde später als ich.