Glaser, Alfred

By admin, 2 November, 2018
Bearbeitungs-Status
Body

Mit seinen Eltern, zwei Brüdern und drei Schwestern zog er mehrmals innerhalb Leipzigs um. Zu Schulzeiten wohnte die Familie in der Thomasiusstraße [der sogenannten „Funkenburg“]. Er war stolzer Schüler des Nikolaigymnasiums in der Königsstraße. Neben der Schule spielte er Fußball beim V.f.B Leipzig in Probstheida. Nach dem Tod seines Vaters, als Alfred Glaser gerade mal 13 Jahre alt war, verließ er das Nikolaigymnasium. Auf den Rat seiner Mutter hin, lernte er an der Öffentlichen Handelslehranstalt zu Leipzig und lies sich im Kolonialwarengeschäft Albin Reichel in der Zschocherschen Straße zum Lebensmittelfachmann ausbilden. Die Familie lebte mittlerweile in Reudnitz. Danach war er für die Aal- und Fischräucherei Grospitsch vom Dösener Weg tätig und vertrat diese auf verschiedenen Messen. Dort konnte er aufgrund der zunehmenden Repressalien des Nazisystems nicht bleiben und musste sich verabschieden. Die "Pommersche Aal und Fisch Familienfirma Neidel" nahm ihn daraufhin, ungeachtet seiner Herkunft, mit auf Reisen. Zuletzt erlebte Alfred Glaser die Novemberpogrome und das damit verbundene Chaos in den Straßen Leipzigs.

geboren
26.12.1914
Ort geboren
Leipzig
gestorben
1995
Ort gestorben
Kfar Monasch, Israel
Lebensstationen

Niederlande

Israel / ab 1949

Verwandschaft
Vater: Emil Glaser
Mutter: Cäcilie Glaser, geb. Mehr
Bruder: Markus Glaser
Bruder: Martin Glaser
Schwester: Rosa Glaser
Schwester: Johanna Epstein