Simon Habers Vater Nathan (geb. 1890 im galizischen Buczacs und ab 1906 in Deutschland) wurde in Leipzig Großhändler für Haushaltwaren. Simon Haber besuchte die 40. Volksschule, später die Leibnizschule am Nordplatz, außerdem schickte der Vater seine Söhne (Simons Bruder Benno besuchte in Leipzig ein Gymnasium, später die Carlebachschule) privat zusätzlich in eine Religionsschule.
Simon Haber ging im Rahmen der „Alyah“ (vgl. „Jugendalija“) bei einem Schlossermeister in die Lehre. Am 28.10.1938 wurden die Familie nach Polen deportiert („Polenaktion“), am 24. April kam sie zurück, zunächst nach Berlin, dann Leipzig. 1939 gelang die Emigration in die USA (13.7. von Bremerhaven), allerdings ohne den Vater Nathan Haber, der in Galizien geboren, keine Einreisebewilligung in Deutschland erhalten konnte.