Monar, Gerschon (geb. Günther Mundstock)

By admin, 2 November, 2018
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Gerschon Monar wurde 1924 als Günther Mundstock in Leipzig geboren. Er wuchs mit seiner jüngeren Schwester Elga und dem älteren Halbbruder Rolf in einem gutbürgerlichen Elternhaus auf, sie lebten in der Inselstraße 19. Der Vater, Arthur Mundstock, war Kaufmann und hatte ein Geschäft in der Menckestraße. Er wurde 1931 beruflich nach Halle (Saale) versetzt, wohin die Familie umzog. Da viel Verwandtschaft nach wie vor in Leipzig lebte, kehrte Gerschon hierhin regelmäßig zurück. An die Zeit in Leipzig erinnert er in seiner 1995 veröffentlichten Biographie, die er eine Überlebensgeschichte aus Leipzig und Halle und einen Beitrag gegen das Vergessen des frühen jüdischen Lebens in Ostdeutschland nennt. Die Familie Mundstock konnte 1938, nach der Reichspogromnacht, gerade noch rechtzeitig nach Haifa ausreisen. Dass man versuchen würde ins spätere Israel zu fliehen, stand als familiärer Beschluss zu diesem Zeitpunkt schon einige Jahre fest. Auch Gerschons Halbbruder konnte 1939 mit seiner Frau fliehen – sie gingen nach Australien.

geboren
1924
Ort geboren
Leipzig
weitere Informationen zur Geburt (werden nicht veröffentlicht)
geboren als Günther Mundstock
Lebensstationen

Halle (Saale) / 1931-1938

Jüdisches Lehrgut "Gut-Winkel" in Spreenhagen/ Erkner bei Berlin / 1938 bis Juli 1939

Haifa, später Karmi'el / ab August 1939

Verwandschaft
Ehefrau: Ruth Mundstock, geborene Goldstein
Halbbruder: Rolf Mundstock
Schwester: Elga Mundstock
Sohn: Zwi Monar
Vater: Arthur Mundstock
Schwiegervater: Isidor Goldstein