Werner Leschziner erzählt, wie er schlagartig seine Arbeit verlor

By admin, 2 November, 2018
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Am 1. April 1929 trat ich in die Beuthener Filiale der Commerz- und Privat Bank A.G. als Lehrling ein, beendete meine Lehrzeit am 30. September 1931 und war dann als pensionsberechtigter Beamter bis zum 1. Februar 1936 beschäftigt. Zu dieser Zeit wurde es mir durch meine Direktoren und Kollegen in verschiedenen, unerfreulichen Diskussionen nahegelegt, die Stelle zu verlassen.

Ich war dann als Opfer der Rassenverfolgung vom Februar 1936 bis zum 15. März 1937 unbeschäftigt.

Am 15. März 1937 gelang es mir eine Position als Bankbeamter in der Handelsbank Iwria eGmbH Leipzig zu erhalten und im Juni 1938 wurde mir die Leitung der Bank übertragen, die ich bis zu meiner Verhaftung und Einlieferung in das Konzentrationslager Buchenwald ausführte.

Ich war in Buchenwald vom 9. November 1938 bis zum 1. Januar 1939.

Bei meiner Rückkehr wurde ich verständigt, dass die Bank zwangsweise liquidiert würde, und dass mit der Einsetzung eines Treuhänders meine Tätigkeit beendet wäre.

Sprecher
Datum und Ort
Juni 2018, Leipzig
Einreicher
Rechteinhaber
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